Cases

Hier findet ihr Auszüge aus meiner Arbeit mit Kunden und eigene Videos und Experimente.

Auswahl verschiedener Produktionen und Arbeitsfelder von Hannes Dollinger
Nissens Logo

Launching a new product? Launch it! Literally!

“Diese Zündspule sieht doch aus wie eine Rakete?!” Die Idee für den Produkt-Launch war damit praktisch schon auf den ersten Blick geboren.

Der Kunde wollte einen Social Media Teaser für den launch seines neuen Produktes. Die Zündspule. Als ich sie das erste Mal sah, bemerkte ich die Löcher in der Metallhülle. Das sieht doch aus wie ein Raketentriebwerk, dachte ich.

Also bereitete ich eine Präsentation vor, die weit ausschweifend mit dem historischen Moment der Apollo 11 Mission begann, um die nötige Spannung aufzubauen. Ich wollte dieses Ding wie eine Rakete in den Himmel schießen. Angst hatte ich davor, ob der Kunde es zulässt, sein Produkt zu einem explodierenden Reisenobjekt zu verändern. Die Jungs von Nissens aber waren schon bei der Idee, dass wir die Zündspule ja wie eine Rakete “launchen” könnten, Feuer und Flamme.

Dank dem zu der Zeit neuen Nano Banana war es nicht so schwer, die Perspektive der kleinen Zündspule zur großen Rakete zu ändern. Der Großteil der Videos kommt aus Veo 3, dem neuesten und besten Videomodell zu der Zeit gemacht. Im November 2025 ist außerdem Sora 2 gerade erschienen. Das erste Modell, das Multi-Cut Clips aus einem Prompt erstellte. Perfekt für eine Reihe von Detailaufnahmen als B-Roll.

Liebherr Logo

Technik in Bewegung erklären

3D-Animation zeigt technische Abläufe, die sich mit einer Kamera nur schwer erklären lassen.

Noch bevor KI-Video überhaupt ein Thema wurde, habe ich mich gefragt, wie man Dinge darstellen kann, die mit einer Kamera nicht einzufangen sind. Nach der coronabedingten Schließung unserer Produktion beschäftigte ich mich intensiv mit 3D-Animation.

Bei der Firma Black Frame in Mannheim war ich als Projektleiter für große 3D-Produktionen zuständig, unter anderem für den Kunden Liebherr. Dort konnte ich erleben, was möglich wird, wenn technische Genauigkeit und filmische Gestaltung zusammenkommen.

Auch heute bietet 3D die Möglichkeit, Dinge konsequent realistisch darzustellen, die sich mit KI nicht zuverlässig und technisch korrekt bewegen lassen. Die CAD-Daten kleinster Bauteile oder riesiger Bagger können bis auf die letzte Schraube genau abgebildet und mit dem richtigen 3D-Designer cinematisch inszeniert werden.

Dank meiner Kontakte zu einigen der besten 3D-Designer freue ich mich deshalb auch im KI-Zeitalter immer noch besonders über Projekte, bei denen wir etwas technisch Außergewöhnliches sichtbar machen können.

Fantasie ist das neue Budget!

In diesem eigenen KI-Video probiere ich aus, welche Bilder heute ohne klassischen Dreh möglich sind.

KI erweitert die Auswahl an Bildern. Die Geschichte entsteht trotzdem erst durch Idee, Auswahl und Rhythmus.

Es ist Oktober 2025. Die Idee, dass mit KI-Video alles möglich ist, treibt mich von Anfang an dazu, die KI-Videoproduktion zu testen. Das Problem zu der Zeit: nur acht bis zehn Sekunden lange Videoclips, konsistente Charaktere funktionieren noch nicht und alles sieht noch ein bisschen KI-künstlich aus.

Durch die Kombination verschiedener Stile versuche ich in Krea, einen möglichst realistischen Look hinzukriegen: unperfekt, handgefilmt. Dass das Mädchen erst gestreifte und dann weiße Socken anhat, ist noch nicht so wichtig. Wichtig ist mir, dass es natürlich aussieht, damit der Sprung in die Fantasie, das Weltraumabenteuer, umso größer wird.

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Isometrische Erklärfilme

Komplexe Prozesse verständlich visualisieren.

Ein isometrischer Grafikstil eignet sich hervorragend für Erklärfilme, um technische Abläufe, logistische Ketten oder industrielle Prozesse übersichtlich darzustellen. Durch den isometrischen Blickwinkel von schräg oben entsteht eine räumliche Tiefe, gleichzeitig bleibt die visuelle Klarheit erhalten: Zuschauer können das gesamte System und mehrere Blickwinkel gleichzeitig erfassen. Das Video zum Liebherr-Reman-Programm bringt den industriellen Kreislauf der Wiederaufarbeitung gebrauchter Komponenten dank der isometrischen Perspektive leicht verständlich auf den Punkt.

Ein echtes, fotorealistisches 3D-Modell ist für einen klaren und eindeutigen Erklärfilm vielleicht zu viel: Es kann vom Wesentlichen ablenken, die Produktionskosten unnötig erhöhen und die Renderzeiten verlängern. Isometrische Vektorgrafiken behalten dagegen den minimalistischen, modernen Charakter eines flachen Designs bei, bieten aber genügend Dimension, um Tiefe und Bewegung im Raum verständlich zu machen. Auch in Zeiten künstlicher Intelligenz arbeite ich mit erfahrenen Motion-Designern, wenn KI-Werkzeuge noch nicht präzise genug für technische Details sind, Details erfinden oder Logikfehler in die Geometrie einbauen. Nur so bleiben die visuellen Details akkurat und spiegeln die Corporate Identity des Unternehmens wider.

KI macht Bilder. Ich mache Geschichten.

Ein kurzer Film über den Unterschied zwischen einem erzeugten Bild und einer erzählten Geschichte.

Wenn ich für meinen Workshop einen Film mache, um zu zeigen, was mit KI-Video möglich ist, warum dann nicht gleich einen Werbefilm für mich selbst?

Es ist April 2025. Realistische Videos sehen noch nicht so gut aus. Alles, was nicht clippig ist, funktioniert mit KI-Video noch nicht. Also mache ich eine Collage in einem ganz eigenen Stil, lege den Sprechertext darüber und voilà: Fertig ist meine Demo für den Vortrag. Und mein eigenes KI-Video-Reel mit Story!

Manchmal ist weniger mehr

Bei einem Erklärfilm zählt zuerst die Aussage. Der Stil soll dabei helfen und nicht von ihr ablenken.

Gerade bei KI-Avataren passiert schnell das Gegenteil. Viele schauen nur noch auf das Gesicht, wundern sich über die Art zu sprechen und suchen nach den kleinen Momenten, in denen der Mensch eben doch nicht ganz menschlich wirkt. Der Inhalt rückt dabei in den Hintergrund.

Manchmal ist weniger mehr. Ein einfacher animierter Stil kann eine Aussage genauer treffen, weil er nur das zeigt, was für die Geschichte wichtig ist.

Für diese Demo habe ich deshalb einen animierten Hannes entwickelt, der erklärt, was KI bewirken kann.